Ein Ministerium als Zitatfälscher


Von

Thomas Immanuel Steinberg

Vortrag, vorgelesen am 11. Februar 2010, Iran-Konferenz in Hamburg, „Mississippi Queen“, Überseebrücke

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(Hier wäre ein Foto von Herrn Steinberg gewesen, es wurde wegen unklaren Kopierrechten nicht eingebunden, ist aber im Originaltext – Link siehe unten – vorhanden)

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Mehr Fotos von der Konferenz bei Arbeiterfotografie

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„Vorab in Kürze der Zusammenhang, in dem ich die bekannte Fälschung des Ahmadinedschad-Zitats  vom 26. Oktober 2005 sehe.

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1979 stürzte die iranischen Opposition das Schah-Regime. Am Sturz war die kommunistische Tudeh-Partei beteiligt, jedoch nicht an führender Stelle. Drei Jahre später verhafteten die Kräfte, die heute noch im Iran herrschen, Tausende Anhänger der Tudeh-Partei. Viele richteten sie hin. Bis heute inhaftieren die iranischen Herrscher politische Gegner oder richten sie hin. Darin gleichen sie ihren außenpolitischen Gegnern. Die US-amerikanischen und die israelischen Herrscher sperren ebenfalls politische Gegner in ihrem Herrschaftsbereich in Gefängnisse oder Lager, oder bringen sie um.

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Der Staat Iran hat jedoch, anders als die Vereinigten Staaten und der Staat Israel, zumindest in diesem und im vorigen Jahrhundert, kein fremdes Staatsgebiet angegriffen oder gar erobert und besetzt. Die Vereinigten Staaten und der Staat Israel unterstellen nunmehr dem Staat Iran, er wolle den Staat Israel angreifen und das Land vernichten. Sie stützen sich dabei auf Aussagen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, vor allem auf die Behauptung, Ahmadinedschad habe am 26. Oktober 2005 in Teheran gesagt, er wolle Israel von der Landkarte tilgen.

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Ich habe mich mit dieser Behauptung befaßt, weil sie in den USA, in Israel und in der deutschen Presse dazu dient, einen Angriff der US-amerikanischen und der israelischen Streitkräfte auf den Iran im Vorhinein zu rechtfertigen.

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Was die deutsche Presse anlangt, vermerkte  Arbeiterfotografie im Frühjahr 2006:

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Israel dem Erdboden gleichmachen, zerschlagen, vernichten, zerstören, tilgen, ausradieren, von der Landkarte löschen – das habe der iranische Präsident gefordert – lesen oder hören wir Ende Oktober 2005 in der ‚taz‘, in der ‚Berliner Zeitung‘, der ‚Welt‘, im ’stern‘, im ‚Spiegel‘, in der ‚Zeit‘, in der F.A.Z., der Frankfurter Rundschau, beim ZDF, in der Tagesschau und bei N24. (1)

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Doch was hatte der iranische Präsident Mahmud Ahamdinedschad tatsächlich am 26. Oktober 2005 gesagt? Er hatte zustimmend den Revolutionsführer Ruhollah Musavi Chomeini zitiert mit dem Satz:

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Dieses Regime, das Jerusalem besetzt hält, muß von der Seite der Geschichte (wörtlicher: von der Seite der Zeit / des Zeitenlaufs) verschwinden.

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Ahmadinedschad hat also in seiner Rede weder angekündigt, etwas zu tun, noch dazu aufgefordert, etwas zu tun. Er hat dringend gewünscht.

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Bitte weiter lesen bei Steinbergrecherche.

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