Mordanschlag auf Polizisten bei der Demo "Die Krise heißt Kapitalismus"?


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Unter diesem Motto gab es am 12.06.2010 in Berlin eine Demonstration, bei der auch eine Explosion zu verzeichnen war, die, laut Aussage des Berliner Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft DPolG, Bodo Pfalzgraf, „ein grausamer Mordanschlag“ gewesen sein soll.

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Mir stellt sich die Frage, wie das jemand wissen (behaupten) kann, bevor erste Ermittlungsergebnisse existieren oder ein mutmaßlicher Täter identifiziert und festgenommen wurde???

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Ist die Absicht vielleicht eher, die durchaus bedenkenswerten Anliegen der friedlichen Demonstranten in Mißkredit zu bringen und alle, die so denken, gleich mit zu diskreditieren? Dies könnte man aus einer weiteren Äußerung von Herrn Pfalzgraf durchaus schließen: „Die feige Mörderbande arbeitet hart an der Grenze zum Terrorismus.“

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Wie kann ein Landesvorsitzender einer Polizeigewerkschaft, vermutlich ohne irgendwelche Kenntnisse der realen Sachlage oder von Ermittlungsergebissen, solche Äußerungen von sich geben?

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Damit diskrediert er nicht nur sich selbst, sondern ebenfalls seine Gewerkschaft und leider auch die Polizei! Dies kratzt nach meiner Meinung erheblich am Image der Polizei, wenn solcherart Äußerungen ohne irgendwelche Beweise gemacht werden.

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Mit „Mörderbande“ rückt er sogar alle Demonstranten in den Bereich der organisierten Kriminalität und der Hinweis auf den Terrorismus soll wohl den Grad der „Kriminalität“ noch erhöhen?!

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Mir stellt sich die Frage, ob Herr Pfalzgraf sich schon einmal wirklich gründlich und umfassend mit den Anschlägen auf das World-Trade-Center und damit mit der 9/11 Problematik (Beginn des neuen „Terrorismuszeitalters“) auseinander gesetzt hat?

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Wäre dies der Fall, dann wäre er mit solchen Äußerungen vermutlich zurückhaltender.

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Ich verstehe ja, wenn ein Vorsitzender einer Polizeigewerkschaft für die Polizei eintritt, was ich nicht verstehe, ist,  warum dies in solcher Form geschieht. Damit hat er seiner Gewerkschaft und sich wohl eher einen Bärendienst erwiesen.

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In so einer exponierten Stellung sollte jemand sachlich bleiben, sagen, was es für Erkenntnisse gibt (falls er sie kennt und sagen darf) und welche kriminalistischen Schlüsse daraus ggf. zu ziehen wären.

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Auf die Aussagen von Konrad Freiberg (GdP) möchte ich hier nicht weiter eingehen, da auch sie nicht zur Erhellung des Sachverhaltes beitragen und nach meiner Meinung lediglich der Rubrik „Angst- und Panikmache“ zuzuordnen sind, was wir ja nun schon genug in den Medien erleben.

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Was da genau explodierte und was in diesem Sprengkörper war, werden sicher die Kollegen des Berliner LKA feststellen, zumal sich am unmittelbaren Tatort auch zwei PKW befanden, die dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls starke Beschädigungen aufweisen dürften und als Beweismittel dienen sollten.

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Hier nun eine Aufnahme der Sekunden vor und nach der Explosion, gegen dessen Verursacher nach Angaben vom polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin wegen versuchten Totschlags ermittelt wird.

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Ein Video mit (angepriesener) besserer Qualität findest Du hier.

Wer die Möglichkeit hat, sollte sich ab 0:52 die Einzelbilder ansehen, auf denen leuchtende Gegenstände zu sehen sind, die ich jedoch nicht identifizieren konnte. Dabei kann es sich nach meiner Meinung sowohl um Metallteile, als auch um andere Gegenstände handeln.

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Leider haben die bei der Demo eingesetzten Kollegen versäumt, die Spuren zu sichern – so sieht es zumindest auf dem Video aus. Aber die beiden PKW sind ja anhand der Kennzeichen wieder auffindbar, falls sie inzwischen von ihren Fahrern weggefahren wurden.

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Auf dem Video sehe ich übrigens niemanden, der vermummt ist, was nicht heißen soll, daß es nicht doch Vermummte gab, diese aber nicht auf dem Video zu sehen sind.

Ich denke aber, daß jemand, der wirklich einen Mordanschlag verüben will, sich aufgrund der ihm sicher bekannten Videoüberwachung bei Demonstrationen seitens der Polizei, zumindest vermummen würde, um unerkannt zu bleiben.

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Ich hoffe sehr, daß der oder die Täter gefaßt werden, weil ihr Vergehen oder Verbrechen im Rahmen einer (bis dahin) friedlichen Demo nur noch mehr Menschen davon abhalten wird, für ihre Meinung zu demonstrieren. Solche Menschen gehören eingesperrt, weil sie Leib und Leben von Menschen in keinster Weise achten, sondern sogar eine nicht bestimmbare Zahl von Leben gefährden. Es hätte übrigens durchaus auch Demonstranten treffen können.

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Ich hoffe, daß alle verletzten Polizisten keine bleibenden Schäden davontragen, weil sie dann möglicherweise ihren Beruf nicht mehr ausüben können und, falls sie keine Beamte auf Lebenszeit sind, dadurch vermutlich aus dem Polizeidienst ausscheiden müssen, wobei die „Versorgung“ dieser Kollegen leider nicht so toll ist, wie es der Volksmund bei Beamten annimmt… und auch sie haben oft Familien und Kinder, deren Unterhalt dann fraglich ist.

Sehr viele der bei Demos eingesetzten Polizisten sind übrigens noch KEINE Beamte auf Lebenszeit…

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Ich bin sehr gespannt auf das (vorläufige) Ermittlungsergebnis.

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Einen etwas anderen Bericht mit diesem Video findest Du hier. Dort werden auch die Kennzeichen der zwei PKW veröffentlicht.

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HIER die FOCUS Berichterstattung.

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NTV spricht von einem von Unbekannten aus einem Autonomen-Block geworfenen Sprengsatz.

Woher haben sie diese Erkenntnis? Gibt es dort vielleicht noch mehr Beweise? Die sollten dann schleunigst dem LKA Berlin übergeben werden!

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