Gentrifizierung oder: Stadtteilheuschrecken…


Wer wünscht sich nicht – zumindest manchmal – die alte Bundesrepublik zurück, die leider nicht mehr existiert? Das geht natürlich nur, wenn man die noch kennt. Ich gehöre dazu und kann daher vergleichen: alt und neu. Aber so, wie die Erinnerung an die alte Republik nach und nach ausstirbt, so werden auch die alten Stadtteile immer mehr verschwinden. Sie werden als Anlageobjekte von Investoren aufgekauft und modernisiert. Für mich sind das Stadtteilheuschrecken. Wie ich nun erfahren habe, nennt man das Gentrifizierung…

Was man genau darunter versteht und wie das abläuft liest Du im folgenden interessanten Artikel:


Ob Berlin, Hamburg oder München – in vielen deutschen Städten heißt es inzwischen: Vorsicht, die Gentrifizierer kommen! Gewachsene und etwas in die Jahre gekommene oder noch nie chic gewesene Stadtviertel werden von Investoren aufgepeppt, filetiert und zu Höchstpreisen an reiche Kleinfamilien, saturierte BWLer und Latte-Macchiato-Schlürfer verkauft. Dagegen müssen Künstler, Studenten und andere Menschen mit häufig wechselndem Geschlechtsverkehr wegziehen. Kürzlich war im Feuilleton der SZ zu alldem auch noch die affirmative Theorie zu [extern] lesen[1]: Wer die Investoren kritisiert, so behaupten die steilen Thesen des Autors Jan Füchtjohann, sei nur nostalgisch und wünsche „sich letztlich auch die alte Bundesrepublik, klare Feindbilder und das Wählscheibentelefon zurück.“ So so, aha… Aber ist die Gentrifizierungskritik wirklich nur uncool?


Diesen Artikel weiter lesen bei Telepolis

(Was der Hinweis auf häufig wechselnden Geschlechtsverkehr bedeutet, weiß ich nicht. Vielleicht soll er suggerieren, daß die neuen Bewohner treu(er) sind oder nicht mehr so häufig wechseln? 🙂 )


Ach – eines noch: Wählscheibentelefone müssen nicht mehr sein und Feindbilder hatte ich nie. Aber klarere Grenzen für die Menschen, die Wirtschaft und vor allem die Banken wünsche ich mir schon…


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