Gedanken zur Studie: Gewalt gegen Polizisten nimmt zu


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In der vom Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer, vorgestellten Studie wurden von etwa 260.000 bundesweit tätigen Polizeibeamten rund 21.000 befragt. Sie füllten online Fragebögen zu dieser Studie aus.

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Das sind leicht über ACHT PROZENT aller Polizisten. In wie weit diese Studie daher als repräsentativ anzusehen ist, muß wohl jeder für sich entscheiden.

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Mal angenommen, die Studie wäre repräsentativ:

Die Zahl derer, die nach einem Angriff mindestens sieben Tage dienstunfähig waren, stieg von 203 Fällen im Jahr 2005 auf 325 Fälle im Jahr 2009. Diese Fallzahlen werden dem interessierten Zeitungsleser, Radiohöhrer oder Fernsehzuschauer jedoch leider meistens unterschlagen, denn in Prozenten ausgedrückt macht das ja sehr viel mehr her: ein Anstieg um rund 60 Prozent!

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Absolut gesehen handelt es sich bei 203 Fällen um 0,078 Prozent aller 260.000 Polizeibeamten, bei 325 Fällen sind es 0,125 Prozent Anteil an allen Polizeibeamten.

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Nun könnte man ja also auch sagen, der Anstieg betrug lediglich 0,047 Prozent…also sind es 0,047 Prozent mehr Polizeibeamte in der Zeit von 2005 bis 2009, die nach einem Angriff mindestens sieben Tage dienstunfähig waren.

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Macht man aber nicht.

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Warum nicht?

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Mal angenommen, die Studie wäre NICHT repräsentativ:

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Dann handelt es sich – bezogen auf 21.000 Polizeibeamte – bei 203 Fällen um 0,97 Prozent (aufgerundet), bei 325 Fällen um 1,55 Prozent (aufgerundet) der Polizeibeamten, die an der Studie teilnahmen. Hier könnte man dann sagen, der Anstieg betrug lediglich 0,58 Prozent…also sind es (bei der Anzahl der befragten 21.000 Polizeibeamte) 0,58 Prozent mehr Polizeibeamte in der Zeit von 2005 bis 2009, die nach einem Angriff mindestens sieben Tage dienstunfähig waren.

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Beides würde aber auf den deutschen Normalschläfer keinen Eindruck machen…

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Für die fast 13 Prozent der Befragten, die angaben, dass sie zwischen 2005 und 2009 nach einem Gewaltangriff mindestens einen Tag dienstunfähig waren, sehen die Zahlen anders aus: das sind dann 2730 aller Befragten und – wenn es repräsentativ ist – 33800 aller Polizeibeamten…das ist allerdings nicht ganz ohne.

Könnte man denken – aber die Frage sei erlaubt, wieviel blieben nur einen Tag dienstunfähig und wieviel mehr als einen Tag (dann ja bis zu sechs Tagen…) und welcher Art waren die Verletzungen (bei einem Tag Dienstunfähigkeit…)? Geschahen die Verletzungen durch direkte Gewaltanwendung der Täter oder waren es sog. „Kollateralschäden“ (Verletzung beim Sturz und dergleichen)?

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Die Frage ist nun: Warum diese unrelativierte Berichterstattung in Prozent, wofür soll dies alles überhaupt dienen?

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Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) forderte eine härtere Bestrafung der Täter. Das Thema steht auch auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz, die am letzten Donnerstag in Hamburg begann. Neben Schünemann wollen auch einige andere CDU-Politiker durchsetzen, dass Angriffe auf Polizisten härter bestraft werden (sie beschlossen inzwischen, es soll nun bis zu drei anstatt bis zu zwei Jahren Haft geben).

Wie „der Zufall“ es will, liegt gerade ein Gesetzentwurf aus dem Haus von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)  dazu vor, der einigen aber nicht weit genug geht…

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Gegen eine härtere Bestrafung ist zunächst mal nicht unbedingt etwas auszusetzen, solange man dies herumdoktern an Symptomen ergänzt um die Beseitigung der Ursachen, was langfristig sicher weitaus größere Erfolge haben dürfte.

Christian Pfeiffer sieht übrigens härtere Strafen eher als eine symbolische Geste.

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Die Ursachen dieser Gewaltanwendung liegen vordergründig teilweise vielleicht auch im Alkoholmißbrauch, aber hintergründig dürften viele Dinge eine Rolle spielen. Warum betrinken sich immer mehr – auch Jugendliche – denn so sehr und warum bspw. steigt die Anzahl an Depressionen in den letzten Jahren in Deutschland kontinuierlich?

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Liegt es an der Perspektivlosigkeit im Leben durch Hungerlöhne und/oder Arbeitslosigkeit, an den Zeitverträgen, die nicht wirklich eine gesicherte Existenz- oder gar Familienplanung ermöglichen, liegt es an Multikulti und der mangelnden Integrationsbereitschaft unserer (neu) zugezogenen Mitbürger aus dem Ausland und stecken die Polizeibeamten – wie eigentlich immer – „nur“ die Prügel ein, die eigentlich den Politikern zugedacht sind?

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In diesem Zusammenhang sollte auch hinterfragt werden, wie hoch der Anteil von Ausländern bei den genannten Gewaltangriffen gegen Polizisten war, denn die Angaben, ob (daß…) es ausländische Straftäter waren, fehlen bei fast allen Medienberichten über Straftaten in Deutschland! Ich will nicht behaupten, daß Ausländer insgesamt krimineller sind als Deutsche, aber der Anteil von Ausländern bei den genannten Gewaltangriffen gegen Polizisten wäre nach meiner Meinung sicher ein interessantes Detail zu dieser Studie…

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Das aber ist vielleicht ja nicht gewollt – sonst hätte das wohl in der Studie gestanden.

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Die obige Aufzählung von Ursachen ist sicher weder abschließend, noch ist sie von einem Institut erstellt worden, aber der – heute nicht mehr gefragte – gesunde Menschenverstand sagt mir, daß die Polizei nur der Prügelknabe ist, der für die menschen- und (leider!) deutschfeindliche Politik (auch im Sinne von Patriotismus) in unserem Land den Rücken hinhalten muß.

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Es wird außerdem eine „Aufrüstung“ der Polizei gefordert. Wie sehen das denn die Menschen, wenn vor ihnen jemand steht, der schon aufgrund seiner Bekleidung/Ausrüstung martialisch wirkt – ist das vertrauenserweckend oder eher furcheinflößend? Tut man den Polizisten und dem Vertrauen in sie, welches immer noch in großem Umfang da ist, damit wirklich einen Gefallen?

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Soll die Staatsmacht zukünftig Angst einflößend wirken? Wo bleibt der „Freund und Helfer“, wo bleiben die Befürworter der „Deeskalationstrategie“ (die es sicher manchmal auch übertrieben 😉 )???

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Soll es irgendwann bei uns wirklich so aussehen, wie bereits jetzt in den USA? Das würde zu allem, was sonst noch so – abseits der Medienberichte – passiert, allerdings passen!

Zu nennen wäre da der Heimatschutz nach amerikanischem Vorbild, den es bereits seit 2005 auch in Deutschland gibt, weiter gehört dazu ganz sicher auch EuroGendFor, die europäische Eingreiftruppe, die nach dem Untergang der Republik bei dem dann folgenden Bürgerkrieg eingesetzt wird.

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Vielleicht kommt es jedoch nicht zu dieser Horrorvision eines Bürgerkrieges, den wir auf jeden Fall vermeiden müssen, weil wir sonst den Bestrebungen, „Ordnung aus Chaos“ zu machen, Vorschub leisten.

Diejenigen, die dann „Ordnung aus Chaos“ machen, haben dieses Chaos bewußt und selbst (im Hintergrund) fabriziert und steuern es die ganze Zeit, um eine Neue Welt Ordnung (NWO) zu etablieren, die eine faschistische Diktatur sein wird.

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Mein Fazit:

Solange die Ursachen dieser Gewalt gegen Polizisten nicht ernsthaft bekämpft werden, ist alles andere nur Augenwischerei und dient als Vorwand, um wieder einmal schärfere Gesetze durchzudrücken, die vielleicht ganz andere Auswirkungen haben, als heute absehbar ist (siehe nächster Absatz). Man sollte sich genau ansehen, was letztlich wirklich aus dieser Gesetzesinitiative wird!

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Vielleicht hängen höhere Strafen ja auch damit zusammen, dass bei Gewaltanwendungen aus Demonstrationen diese deswegen zukünftig schneller zu einem Aufruhr oder Aufstand deklariert werden können. Dies würde dann nämlich laut Lissaboner Vertrag (das ist KEINE EU-Verfassung!) Schußwaffenanwendung – auch tödlich – erlauben…das Recht auf Leben und Unversehrtheit der Person wurde für Aufruhr oder Aufstand nämlich eingeschränkt, ohne Aufruhr und Aufstand zu definieren!

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Nach meiner Ansicht wird auch zukünftig kein Gewalttäter vor seiner Gewaltausübung innehalten und sagen: „Ups – da bekäme ich ja jetzt eine höhere Strafe…dann laß ich es lieber!“ 😉

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2 Antworten zu Gedanken zur Studie: Gewalt gegen Polizisten nimmt zu

  1. Lars schreibt:

    „Wo bleibt der ‚Freund und Helfer‘, wenn die Polizei aufrüstet?“

    Dies ist eine der Kernfragen, die ich in dem obigen Text gelesen habe, und ich habe mich entsprechend damit beschäftigt.

    Ich denke, die Polizei darf ihre Aufgabe, dem Bürger Freund und Helfer zu sein, nicht aus den Augen verlieren; letztlich versteht sie sich selbst als Bürger in Uniform. Abseits der etwas wirren obigen Zahlenspielchen ist aber Tatsache, dass die Angriffe auf Polizeibeamte stark zugenommen haben und weiter zunehmen. (Dies nur an den Zahlen der dienstunfähigen Beamten festzumachen ist übrigens ein wenig kurzsichtig.) Ausschlaggebend ist hier nicht nur die Anzahl der Angriffe, sondern vor allem deren Qualität. So werden sehr viel öfter Messer und andere Waffen/gefährliche Werkzeuge mitgeführt (und eingesetzt!), was durch den Sprengsatz am 12.06.2010 für jeden deutlich geworden sein sollte. Soviel zu den Fakten…
    Und jetzt ein Experiment: Versetzen Sie sich einmal in die Lage eines Hunderschaftsbeamten. Sie sind ca. 27 Jahre alt, Beamter auf Probe, und würde an einem sonnigen Sonntag am liebsten mit der Familie grillen. Statt dessen stehen sie mit Helm auf einer Demo, mit der sie vielleicht sogar übereinstimmen. Trotzdem sind sie für alle nur der „Bulle“, Repräsentant eines untätigen Staates, Schlägertyp, und ein Ziel, auf das es sich zu schimpfen, spucken, schlagen lohnt. Nur weil Sie ihren Job machen. Zu allem Überfluss geht dann drei Meter weiter ein Sprengsatz hoch und mehrere Kollegen werden teilweise schwer verletzt. Natürlich kann man idealistisch bleiben und sich weiterhin als Freund und Helfer sehen. Die meisten tun das. Aber wie einseitig soll dieses Verhältnis denn sein? Sind Leute, die Ihnen ins Gesicht spucken, Ihre Freunde? Würde Sie Leuten, die Sprengsätze nach Ihnen werfen, helfen? Und wie könnte man es rechtfertigen, Leute, die Sie eben noch ins Krankenhaus bomben wollten, als Freund zu behandeln?
    Ich sags Ihnen: Die meisten Beamten bekommen seit Beginn ihrer Ausbildung eingeimpft, dass sie etwas repräsentieren. Und dass Beschimpfungen, Beleidigungen, Fußtritte und ggf. Bomben nicht gegen sie persönlich gerichtet sind, sondern gegen die Uniform. Das haben die meisten verinnerlicht und schlucken den aufkommenden menschlichen Ärger einfach herunter…

    Für das normale Tagesgeschäft bedeutet die zunehmende Gewalt gegen Polizisten allerdings, dass die Beamten sich irgendwie schützen müssen. 2001 wurden in Deutschland drei Beamte erschossen, teilweise bei einfachen Verkehrskontrollen. Seitdem nimmt die Anzahl der eingesetzten Messer stetig zu; eine Tatsache, auf die jeder Polizeibeamte reagieren muss, wenn er nach Feierabend gesund nach Hause gehen können möchte. Mit den bisher vorhandenen Werkzeugen ist das schwer machbar, denn gegen Messer gibt es nur die Schusswaffe. (Und um mit dem Vorurteil, wir steuerten auf US-Verhältnisse zu, aufzuräumen: Irgendjemanden erschießen zu müssen, ist für alle Polizisten der reinste Alptraum!) Logische Konsequenz ist also eine materielle Aufrüstung der Polizei, um der inzwischen (besonders in Ballungsräumen) allgegenwärtigen Bedrohung entgegenzuwirken.
    Es mag hierbei auch um ein martialischeres Auftreten gehen. Aber wenn die Uniform nicht mehr ausreicht, um Leute von Gewalt abzuhalten, wenn Drohungen und Strafanzeigen niemanden mehr dazu verleiten, den Schlagring in der Tasche zu lassen – welche Möglichkeit gibt es dann noch?

    Ich bin selbst Polizeibeamter. Mit diesem Text möchte ich weder pro, noch contra sagen. Es geht mir vor allem darum, die andere Seite zu beleuchten und objektive Argumente anzubringen. Denn der Freund und Helfer, der von der Polizei so gerne gefordert wird, möchte auch als solcher behandelt werden.

    • NO-NWO schreibt:

      Danke für diesen umfassenden Kommentar, dem ich im Wesentlichen zustimme, wobei ich noch hinzufügen möchte, daß es erstaunlich ist, wie wenig Schußwaffengebrauch es seitens der Polizei gibt, bei allem, was sie teilweise einstecken muß – was leider von vielen nicht gesehen wird.
      Ich denke, diese Angriffe im Dienst und die Gewalttaten bei Demos repräsentieren lange nicht die Mehrheit der Bevölkerung, bei der die Polizei immer noch und mit Recht ein sehr gutes Ansehen genießt.
      Das Tragische am Polizeidienst ist leider auch, daß sie oft nur mit dem „Bodensatz“ der Gesellschaft oder gewaltbereiten Chaoten in Berührung kommt und so „die Netten“ relativ wenig kennen lernt.
      Die Polizeigewerkschaften haben leider nicht (mehr) genug Biß, um hinreichend auf die Politik einwirken zu können, damit die Polizei nicht die Schläge einstecken muß, die meistens ja den Politikern zugedacht sind. Ich meine, die Polizeigewerkschaften sind auch nur ein (institutionalisierter) Kanal des Unmuts der Polizeibediensteten, der die Politiker vor dem Unmut der Polizisten „schützt“. Da sollte die Basis den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaften mal ordentlich einheizen! Aber auch bei der Polizei trauen sich da nur wenige etwas.
      Sobald aber immer mehr damit anfangen, aus der Gewerkschaft auszutreten, werden die Vorsitzenden schon was unternehmen müssen.
      Derzeit stellen für mich die Polizeigewerkschaften nur einen zahnlosen Tiger dar, der „seine Leute“ mit Posten versorgt, also nur eine andere Art der Seilschaft innerhalb der Polizei darstellt. Womit diese Posten vielleicht „erkauft“ werden, da möchte ich lieber nicht darüber nachdenken müssen.
      Aber vielleicht ist die Politik im Kleinen ja wie im Großen? In der „richtigen“ Politik werden nach Ablauf der Legislaturperiode auch „plötzlich“ und natürlich völlig unerwartet lukrative Posten angeboten.

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